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Der Branitzer Park ist der wohl bedeutendste und bekannteste Park in Cottbus.

Branitz gelangte 1696 in Besitz der Grafen von Pückler. Im Jahr 1845 begann Hermann von Pückler-Muskau mit dem Bau der neuen Parkanlage. Der von ihm geschaffene Landschaftspark, der unter seinem Nachfolger vollendet wurde, ist ein Gartenkunstwerk von internationaler Bedeutung. Der namhafte Schriftsteller und Weltreisende Fürst Pückler war neben Peter Joseph Lenné und Friedrich Ludwig von Sckell einer der bekanntesten deutschen Gartengestalter des 19. Jahrhunderts. Der Branitzer Park wurde mit gestalterisch differenzierten Parkbereichen angelegt. Der „Innere Park“ mit der Gärtnerei ist auf einer Fläche von ungefähr 100 Hektar angelegt. Fürst Pückler gestaltete außerdem die den Park umgebende Feldflur, den „Äußeren Park“ als „ornamental farm“ auf einem Gesamtareal von etwa 600 Hektar. Um das Schloss legte er einen sehr reich mit Blumenbeeten, Plastiken, weiteren Schmuckelementen und Ziergehölzen ausgestatteten Blumenpark an. Hier verwendete Pückler auch fremdländische Gehölze, während er im Park nur einheimische pflanzen ließ. Für die Gestaltung des Parks nutzte Fürst Pückler den hohen Grundwasserstand und die in der Nähe gelegene Spree, um in seinem Park ein künstliches Gewässersystem zu schaffen. Mit dem Aushub aus den Seen und Kanälen ließ er das gestalterisch vollendete Geländerelief des Parks anlegen. Besonders schön ist die Schilfseepartie modelliert. Die Pyramidenebene mit der ehemals stufenförmig erbauten Landpyramide (erbaut 1860-1863) und dem Tumulus (erbaut 1856-1857) beeindruckt durch ihre einzigartige Wirkung. Fürst Pückler wurde 1871 im Tumulus, der Seepyramide, beerdigt. 1884 wurde auch seine 1854 verstorbene Frau und Lebensgefährtin, Lucie von Pückler-Muskau, dorthin umgebettet. Durch meisterhafte Gruppierung der Gehölze, künstlerisch gelungene Behandlung des Reliefs und geschickte Wegeführung schuf der Fürst mit dem Park eine Art Bildergalerie, in der sich dem Betrachter beim Spazieren gehen eine Folge dreidimensionaler Gartenbilder darbietet. Im Zentrum der Anlage befindet sich das 1770-1772 erbaute Schloss.
 

 

Der Blechenpark an der Ostseite der Spree entstand in den 30er Jahren. Er zeigt er sich mit seltenen Bäumen und erlesenen Blütenstauden als gärtnerisches Kleinod. Seine 1934 und 1935 geschaffene Uferpromenade hat mit dem nach Süden verlaufenden „Rosenufer“, der heutigen Ludwig-Leichhardt-Allee, eine gelungene Fortführung gefunden. Vor über 100 Jahren, 1898, entstand auf der feuchten Niederung der Mühleninsel die erste Cottbuser Parkanlage, der Goethepark, durch Initiative des Oberbürgermeisters Paul Werner und des Verschönerungsvereins. Der Amtsteich innerhalb des Parks wurde bereits um 1600 zur Fischzucht angelegt. 1914-1935 erfolgte ein weiterer Ausbau des einst sumpfigen Geländes. Die Gestaltung der Uferbereiche mit schönen Staudenpflanzungen an den Bachläufen nahe dem Dieselkraftwerke wurde 1954 zur Ausstellung „Grünen und Blühen an der Spree“ vorgenommen. Heute zeigt sich die Parkanlage wieder in alter Schönheit aus der Zeit um 1900.Der Eliaspark entstand 1902 durch eine Stiftung des Kommerzienrates Elias. Dieser dreieinhalb Hektar große Park wurde durch die BUGA 1995 wieder neu gestaltet. Inmitten gepflegter Wiesenflächen unter schattenspendenden Bäumen entstanden neue Wege, schöne Spiel- und Sportanlagen, ein Wasserspielplatz und das Spielhaus als Treff für Kinder und Jugendliche. Heute ist dieses Areal wieder ein gern besuchter Erlebnisbereich für Alt und Jung nahe dem Spreeauenpark. Um den 1,2 Hektar großen Parkweiher gruppieren sich beispielsweise ein Rosengarten, ein Rhododendronhain, Wiesenlandschaften mit Wechselpflanzungen und ein Apotheker- und Bauerngarten. Für Kenner ist der Tertiärwald mit Pflanzen und Gehölzen aus verschiedenen erdgeschichtlichen Epochen, Findlingen aus der Eiszeit und einem fossilen Mammutbaumstubben eine besondere Attraktion. Der direkt an den Spreeauenpark grenzende Tierpark Cottbus erstreckt sich inmitten einer Landschaft von uralten Bäumen, in reizvoller Nähe zum Branitzer Park. Mit mehr als 1.000 Tieren in über 170 Arten aus allen Erdteilen ist es der größte zoologische Garten Brandenburgs. Wegen der erfolgreichen Zucht von Wasservögeln ist der Tierpark weithin anerkannt.

Wenige Städte verfügen über ein solches

Areal verschiedenster Parkgenres mit diesen Erlebniswerten.