Die evangelische
Schlosskirche wurde 1419 als Katharinenkirche erbaut und später mehrmals
durch Brände zerstört. Errichtet wurde sie nach Einzug der Hugenotten 1714
auf deren Grundmauern als einschiffiger Putzbau mit Walmdach und
Sakristeianbau. 1870 erhielt sie den neugotischen Turm. Die evangelische
Oberkirche St. Nikolai ist die größte Kirche der Niederlausitz. Es ist ein
spätgotischer dreischiffiger Backsteinbau des 14. Jahrhunderts. Im Inneren
sind Sterngewölbe und Kanzel sowie der 1664 erbaute Hochaltar mit prächtiger
Alabasterschnitzerei. Im Kirchenschiff und in den Kapellenanbauten befinden
sich mehrere bedeutsame Grabdenkmäler des 16. und 17. Jahrhunderts. Der
Ausblick auf die grüne Stadt Cottbus vom 55 m hohen Kirchturm ist
sehenswert.

Die evangelische
Klosterkirche wird auch „Wendische Kirche“ genannt. Sie ist der Rest des
ehemaligen Franziskanerklosters aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Das älteste
Cottbuser Gotteshaus birgt ein wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte. Die
Grabplatte des Stadtgründers zeigt das heute noch gültige Wappentier.Die
katholische Propstei- und Pfarrkirche „St. Maria Friedenskönigin“, die 1911
erbaute Lutherkirche, die Katholische Christuskirche und die Madlower
Martinskirche sind weitere Kirchen der Stadt Cottbus.Die Oberkirche Sankt
Nikolai zu Cottbus ist neben der Klosterkirche die zweite mittelalterliche
Kirche in Cottbus. Sie war in den vergangenen Jahrhunderten die Kirche für
die Deutschen und für das gehobene städtische Bürgertum, während für die
wendische Landbevölkerung und das dienende Volk die Klosterkirche zuständig
war. Dieser Unterschied ist längst überholt. Heute sind beide Kirchen,
obwohl sie dicht bei einander stehen, jeweils einer Kirchgemeinde in der
Stadt zugeordnet.